Artikel aus dem Dezember 2013

Praxis-Seminar „Moderne Postbearbeitung“ in der DVPT-Akademie

Seminarteilnehmer des ersten Seminars "Moderne Postbearbeitung" der DVPT-Akademie in Offenbach

Das neue Seminar „Moderne Postbearbeitung“

Erstmalig fand das Seminar „Moderne Postbearbeitung“ statt. Referent war der Seminarprofi und alte Hase der Postbearbeitung Bernd Karnatz. Das Interesse war so groß, dass sich Teilnehmer erst für das nächste Seminar im März 2014 anmelden konnten.

Was ist das Neue an diesem Seminar: Es richtet sich an Mitarbeiter in Poststellen, die ihre Kenntnisse in modernen Bearbeitungsprozessen vertiefen wollen und das in ausgeprägt praxisorientierter und dialogorientierter Weise. Wichtig dafür ist der Austausch untereinander und die Diskussionen über effiziente Teamarbeit in modernen Poststellen. Um die rasante Entwicklung der Kommunikationstechnik erlebbar zu machen, gab es einen Besuch im Kommunikationsmuseum in Frankfurt. Ebenso trug ein gemeinsames Abendessen aller Teilnehmer in ihrem Übernachtungshotel zum intensiven Gedankenaustausch untereinander bei.

Das Feedback der Seminarteilnehmer

Die Teilnehmer waren begeistert. Spontane Stimmen nach dem Seminar zeigten das. Im Übrigen war all das im Preis inklusive: Seminar, Museum, Essen, Abendessen und Übernachtung.

Die Stimme eines Teilnehmers: „Die 2 Tage in Offenbach waren echt klasse und haben viel Spaß gemacht. Das Seminar war eine erstklassige Gelegenheit für mich in intensiven Gesprächen und Diskussionen mit den anderen Teilnehmern meine bisherigen Erfahrungen und verschiedenen Arbeitsweisen auszutauschen. Vielleicht sieht man sich auf einem weiteren Seminar mal wieder.“

Prima, genau das war unsere Zielstellung!

Praxis-Seminar „Moderne Postbearbeitung“ in der DVPT-Akademie 5.00/5 1 Gesamt

Trends der Informationslogistik für 2014

Ein Foto mit einer Glaskugel, die den Blick in die Zukunft ermöglichen soll.

Wir wagen den Blick in die Zukunft der Informationslogistik

Im Rahmen der jährlichen Postkonferenz in Wien, die ich seit 6 Jahren moderieren darf, haben wir Verantwortliche aus Logistik und Postmanagement nach ihren Erwartungen und Einschätzungen für die nahe Zukunft befragt. Wir erhielten interessante Ergebnisse, die ich Ihnen heute vorstellen und auch gleich interpretieren möchte.

Die erste Frage richtete sich auf die erwarteten Entwicklungen des Briefaufkommens im Laufe der nächsten drei Jahre. 35% der Befragten rechnen mit Rückgängen zwischen 15 und 30%. Immerhin 30% rechnen mit unveränderten Postmengen, 10% rechnen mit Zunahmen zwischen 5 und 15%. In Summe ergibt sich ein erwarteter Rückgang des Briefaufkommens von 8%. Eine vorsichtige, aber realistische Einschätzung aus meiner Sicht.

Frage zwei drehte sich um die Frage, ob im Jahr 2014 Projekte zur Digitalisierung von Posteingang geplant sind. 49% der Unternehmen planen hierzu Projekte. Das ist eine aus meiner Sicht hohe Zahl. Dazu muss man sagen, dass in Österreich wie in Deutschland elektronische Rechnungen immer mehr Verbreitung finden und in Österreich Rechnungen in elektronischer Form bei Bundeseinrichtungen zur Pflicht werden. In diesem Zusammenhang denkt man dann über ganzheitliche Bearbeitung von Papierdokumenten schon beim Posteingang nach.

Die dritte Frage war eine Sammelfrage mit mehreren Auswahlmöglichkeiten zu den Top Themen der Informationslogistik im Jahr 2014. In der Reihenfolge der Häufigkeiten erhielten wir folgende Antworten: Steigender Kostendruck (15%), steigende Bedeutung von Kostenrechnung und Benchmarking (13%), mehr Arbeit pro Mitarbeiter (13%), anspruchsvollere Tätigkeiten (9%), Wegfall von Arbeitsplätzen (9%). Auch der Outsourcing-Druck ist für 7% der Befragten nach wie vor hoch und nur 1,5% rechnen mit einer wachsenden Zahl von Arbeitskräften in ihrem Bereich.

Schlussfolgerungen aus der Befragung

Welche Schlussfolgerung lässt sich aus den Ergebnissen der Befragung ziehen? In der Informationslogistik im Allgemeinen und in den Verwaltungsprozessen im Speziellen kommen keine rosigen Zeiten auf uns zu. Die Jahre mit gemäßigtem Anpassungsdruck sind längst vorüber und der Sparzwang in den Verwaltungsprozessen nimmt weiter zu. Vor dem Hintergrund, dass man viele Veränderungen sozial verträglich umsetzen kann, wenn man nur zeitig damit beginnt, stellt sich die Aufgabe, die Prozesse und Dienstleistungen zu analysieren und Schritt für Schritt effizienter zu gestalten.

Nach unseren Praxiserfahrungen stecken in der Verwaltung mindestens 15-20% Einsparpotential. Hierzu müssen die Informationsprozesse jedoch zusammenhängend und ganzheitlich betrachtet werden. Allerdings sollten die Verantwortlichen die Effizienzsteigerungen mit eigenen Initiativen angehen und nicht darauf warten, dass andere mit „guten Ideen“ kommen.

Jetzt gilt es: Poststellen werdet Informationslogistiker!

Titelfoto: © Christian Schnettelker (CC Lizenz) / flickr.com
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